Ein erster Schritt zum Abbau der Handelshemmnisse zwischen den Balkanstaaten ist getan. Die zuständigen Minister von sieben Ländern unterzeichneten am Donnerstag in Genf eine entsprechende Absichtserklärung. Handelsfreiheit und Zollerleichterungen sollen auf Basis des Balkan-Stabilitätspaktes das gemeinsame Ziel sein. Der Sonderkoordinator für den Stabilitätspakt in Südosteuropa, Bodo Hombach, wertete die Erklärung als einen "politisch großen Schritt". Er erwarte die Umsetzung bis zum Jahresende. Unterzeichnerstaaten sind Bulgarien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Mazedonien, Rumänien sowie Jugoslawien inklusive Montenegro. Hombach zufolge haben die Balkanstaaten bislang zum Teil "vernichtende" Zollbestimmungen für den Warenverkehr untereinander. "Das macht den Handel schlicht unmöglich." Mit der geplanten völligen Zollfreiheit zwischen den Unterzeichnerstaaten antworte die Region auf das Zugeständnis der EU, das eine zollfreie Einfuhr von rund 90 Prozent der in Südosteuropa produzierten Güter in die EU erlaube. (vr/dpa)
Erster Schritt zum Abbau der Zollschranken auf dem Balkan
Bulgarien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Mazedonien, Rumänien sowie Jugoslawien wollen Zollerleichterungen schaffen