Frankfurt/Dubai. Emirates Sky Cargo hat es geschafft, erstmals eine Frachtsendung papierlos abzuschicken. Möglich mache dies eine gemeinsame technische Infrastruktur mit den beteiligten Spediteuren und dem Hauptzollamt München-Flughafen, gab die Fluggesellschaft heute bekannt. Alle Unterlagen für Spediteure und den Zoll, wie beispielsweise der Luftfrachtbrief, werden demnach nicht mehr ausgedruckt, sondern elektronisch gespeichert und weitergeleitet. Die ersten papierlosen Frachtsendungen – sogenannte "E-Freight" – gehen von München künftig zwei Mal täglich über das internationale Drehkreuz Dubai nach Singapur. Transportiert werden im Auftrag des Logistikunternehmens Ceva Autoteile, die von einem bayerischen Hersteller gefertigt und nach Asien versendet werden. "Bis Ende 2010 wollen wir bis zu 80 Prozent unserer Frachtsendungen elektronisch, das heißt ohne Papierdokumente, abwickeln", sagte Oliver Gasch, Emirates Sky Cargo Manager München. Das bedeute eine erhebliche Vereinfachung der Prozesse für alle Beteiligten. Mit der Einführung von E-Freight solle die Abwicklung von Sendungen außerdem schneller und umweltschonender erfolgen. Im Regelbetrieb ist die Technologie bereits an 22 Emirates Sky Cargo-Abflughäfen verfügbar: Neben Frankfurt unter anderem am internationalen Drehkreuz Dubai, in London, Paris, Hongkong, Singapur, Seoul und Sydney. (ab)
Erste Frachtsendung komplett papierlos
Emirates Sky Cargo will künftig 80 Prozent der Frachtsendung elektronisch abwickeln, um Prozesse zu vereinfachen