Energiepreise: EU rechnet mit lang anhaltenden Folgen des Iran-Krieges

01.04.2026 09:25 Uhr | Lesezeit: 3 min
Strommast im Sonnenuntergang
Die Krise verteuert nicht nur Öl und Gas, sondern hat auch Auswirkungen auf die Strompreise
© Foto: bohbeh/ stock.adobe.com

Durch den Krieg im Nahen Osten sind die Energiepreise stark gestiegen, der Energiekommissar der Europäischen Union rechnet nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität.

Der Energiekommissar der Europäischen Union, Dan Jørgensen, rechnet mit längeren Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf die Energiepreise. „Natürlich hoffen wir alle auf einen möglichst raschen Frieden, aber ich halte es für äußerst wichtig, so deutlich wie möglich zu sagen, dass wir selbst bei einem morgigen Friedensschluss in absehbarer Zukunft nicht zur Normalität zurückkehren werden“, sagte der Däne in Brüssel nach einer Videoschalte der Energieminister der EU mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten. An der Videoschalte nahm auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) teil.

Preis für Öl ist um 60 Prozent gestiegen

Die Energieinfrastruktur in der Region sei durch den Krieg zerstört worden und werde weiter zerstört. Die Gaspreise in der EU seien seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten um rund 70 Prozent gestiegen, die für Öl um 60 Prozent. 30 Tage Konflikt hätten die Importkosten der Union für fossile Brennstoffe um 14 Milliarden Euro erhöht. Es gebe zwar derzeit in der EU „keine unmittelbaren Versorgungsengpässe bei Öl und Gas“, doch man beobachte eine Verknappung insbesondere bei Diesel und Flugkraftstoff sowie zunehmende Engpässe auf den globalen Gasmärkten und in der Folge Auswirkungen auf die Strompreise.

Maßnahmen auf EU-Ebene koordinieren

Die EU-Kommission werde bald weitere Vorschläge machen, kündigte Jørgensen an. Dabei gehe es teils auch um die leichtere Anwendung bereits vorgesehener Hilfsmöglichkeiten. Er verwies auch auf die große Bedeutung erneuerbarer Energien für die Energieunabhängigkeit Europas. Die EU-Staaten seien sich in der Schalte einig gewesen, dass Maßnahmen auf EU-Ebene und in den Staaten „sorgfältig konzipiert, koordiniert, zielgerichtet und auf die aktuelle Lage zugeschnitten sein müssen“ und gleichzeitig mit den langfristigen Zielen im Einklang sein müssen, sagte Zyperns Energieminister Michael Damianos. Zypern hat derzeit die rotierende Ratspräsidentschaft inne.


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