Wien. Trotz des faktischen Endes der Ökopunkte-Regelung seit Anfang dieses Jahres – Österreich setzt den EU-Kompromiss nicht um – hat die Zahl der Transitfahrten im Januar nicht zugenommen. Nach Zählungen des Autobahnbetreibers Asfinag lag das Verkehrsaufkommen auf dem Niveau des Vorjahres. Rudolf Bauer, Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung, rechnet frühestens im Herbst mit einem Anwachsen des Straßentransits, da bisher in dieser Jahreszeit die Ökopunkte immer knapp wurden. Auch auf die Rollenden Landstraßen hatte das Ende des Ökopunkte-Regimes bisher keine dramatischen Auswirkungen. Lediglich für die Route Ingolstadt-Brenner meldet die Ökombi einen Rückgang um rund zehn Prozent. Die Wahl der Transitrouten wird allerdings von der österreichische LKW-Maut beeinflusst. Im Ost-West-Verkehr weichen Transportunternehmen zunehmen auf die Strecke über die Slowakei und Tschechien aus, weil das billiger kommt. (vr/rv)
Ende der Ökopunkteregelung: Transitzuwachs in Österreich blieb aus
Wegen der neu eingeführten LKW-Maut wählen viele Transportunternehmer jedoch kostengünstigere Routen durch Tschechien und die Slowakei