Lauenburg. Die rund 100 Binnenschiffer, die seit Beginn des Hochwassers der Elbe festsitzen, können aufatmen. Wie eine Sprecherin des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Lauenburg heute berichtete, werde die Sperrung der Elbe voraussichtlich am Samstag mit Erreichen eines Pegelstandes von 8,40 Metern aufgehoben. „Dann können die Schiffe wieder frei fahren“, sagte WSA-Sprecherin Sybille Dosdal. Am späten Donnerstagnachmittag lag der Pegel bei 8,55 Metern. Am Schiffshebewerk im Elbe-Seitenkanal bei Scharnebeck (Landkreis Lüneburg) und an der Schleuse der Elbe in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) mussten die Schiffer auf Grund des Hochwassers Zwangspausen einlegen. Sie kamen nicht mehr unter den Brücken durch. Jeder Liegetag bedeutet für die Schiffer nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes einen Verlust von rund 2000 Euro. „Bevor wir die Schiffe wieder losfahren lassen können, müssen zunächst der richtige Standpunkt der Tonnen zur Markierung der Fahrrinne überprüft und die Tiefe der Fahrrinne gepeilt werden, damit sie ausreichend tief und nicht versandet ist“, erklärte WSA-Sprecherin Dosdal. Die Binnenschiffer müssen seit Jahren auf der Elbe mit Beeinträchtigungen leben. Seit der so genannten Jahrhundertflut im Sommer 2002 bestimmte vor allem das anhaltende Niedrigwasser der Elbe die Fahrpläne. Als Ausweg nach Magdeburg gilt der Elbe-Seitenkanal, für dessen Nutzung allerdings Passagegebühren fällig sind. (dpa)
Elbehochwasser: Binnenschiffer können aufatmen
Zwangspause beendet: Elbe soll von Samstag an frei sein