Duisburg. Für den Ausbau eines neuen Hafengeländes plant die Duisburger Hafengesellschaft Rekordinvestitionen von rund 70 Millionen Euro. Am Standort der in Insolvenz gegangenen Metallhütte Duisburg werde nach mehr als 100 Jahren Industriegeschichte das rund 30 Hektar große Gelände unter dem Titel Logport 2 nun für eine neue Nutzung vorbereitet, sagte ein Unternehmenssprecher heute auf der Jahrespressekonferenz. Auf der gegenüber liegenden Rheinseite sei das rund 265 Hektar große Logport 1-Gelände des ehemaligen Krupp-Stahlwerks Rheinhausen bereits zu 75 Prozent vermarktet und zu 50 Prozent in Betrieb. Bis zum Jahr 2008 werde die Vermarktung des Geländes abgeschlossen sein. Die Deutsche Bahn könnte dem Hafen einen zusätzlichen Wachstumsschub bescheren. Der Transportkonzern will seinen gesamten Güterverkehr an einem Standort zusammenlegen und hat dabei auch ein Auge auf Duisport geworfen. Dabei will die Bahn offenbar gleichzeitig Anteile am Hafen kaufen, von denen sich Bund, Land und Stadt trennen wollen. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Hafengesellschaft Duisport mit einem Rekordumsatz von rund 58 Millionen Euro das beste Ergebnis seit der Gründung 1929 erzielt und den Vorjahreswert um 17 Prozent übertroffen. Im Jahr 2005 wurden im nach eigenen Angaben größten Binnenhafen Europas erstmals mehr als 50 Prozent Stückgut umgeschlagen. Der Rekordumsatz sei vor allem auf das Segment Verkehr und Logistische Dienstleistungen zurückzuführen, das um 32 Prozent auf 29,5 Millionen Euro zulegte. Insgesamt wurden 2005 im Duisburger Hafen 45 Millionen Tonnen per Schiff, Bahn und Lkw umgeschlagen. (dpa/sb)
Duisburger Hafengesellschaft plant Rekordinvestitionen
Binnenhafen plant Erweiterung: 2005 Rekordumschlag von 45 Millionen Tonnen