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Download-Lösungen - Anwenderbericht

© Foto: Nickel & Goeldner

Enrico Nickel, Spediteur aus Schwanebeck bei Magdeburg, setzt beim Digi-Tacho auf eine automatisierte Downloadlösung


Datum:
21.01.2011
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Diesmal hat der Juniorchef selbst den Schwarzen Peter gezogen: Weil der Mitarbeiter aus dem Fuhrpark im Urlaub ist, muss heute Enrico Nickel die Massenspeicher der digitalen Tachographen auslesen. Der Manager des Logistikdienstleisters Nickel & Goedlner aus Schwanebeck bei Magdeburg zieht dazu von Laster zu Laster und lädt die Daten herunter. "Das dauert pro Fahrzeug schnell mal eine Stunde", sagt er. Doch das ist noch nicht alles. Der Gesetzgeber verlangt von ihm, dass er sich regelmäßig um die Daten kümmert, seine Fahrer an ihre Pflichten erinnert und die Daten gründlich kontrolliert. „Allein dafür müsste man eigentlich extra Mitarbeiter einstellen", sagt er.

Mittlerweile hat das Unternehmen die passende Lösung gefunden. Denn in den ersten 30 seiner rund 230 LKW hat der Logistiker Download-Lösungen von VDO eingebaut und muss sich um die Daten nicht mehr kümmern. Das kleine Kästchen, das in den Fahrzeugen im Cockpit installiert ist, ist das so genannte Download-Device (DLD). Damit werden zuverlässig, regelmäßig und völlig automatisch alle relevanten Daten aus dem Fahrzeug ausgelesen und ins Firmennetzwerk überspielt – egal, ob sich das Fahrzeug auf dem Firmengelände oder auf Tour sind.

Einsatz der "Wide Range"-Technik

Enrico Nickel entschied sich für die so genannte „Wide Range"-Technik, die alle Tachographen-Daten verschlüsselt und komprimiert über eine Mobilfunkverbindung überträgt – egal, ob der LKW gerade in Magdeburg oder in Malaga ist. Während Busbetriebe oder Regionalversorger auf Lösungen setzen, bei denen die Daten stationär über eine WLAN-Verbindung ausgelesen werden, wollte er möglichst unabhängig bleiben. „Für mich kam nur die flexibelste Lösung in Frage", sagt der Spediteur, dessen LKW vor allem mit Nahrungsmitteln und Frischware in ganz Europa unterwegs sind. „Was nutzt mir ein Hotspot auf dem Hof, wenn der Laster drei Wochen lang nicht hierher kommt?"

Die Wide Range-DLD in den ersten 30 Fahrzeugen zapfen nun turnusgemäß den Digitalen Tachographen an, lesen den Massenspeicher und die Fahrerkarte aus, verschlüsseln die Daten und bereiten den Versand vor. Ist der Prozess abgeschlossen, baut die Technik eine GPRS-Verbindung auf, übermittelt die Protokolle und legt sie im Firmenrechner automatisch in den richtigen Ordnern ab.

Download-Terminals im Einsatz

Zwar lesen die DLD-Systeme von VDO automatisch auch die im Tachographen gesteckten Fahrerkarten aus. Doch bei über 400 Fahrern war Nickel das zu heikel. „Mit Urlaub, Freizeit und Schichtbetrieb geht da immer mal einer durch die Lappen", dagt er. Deshalb hat er an jedem Standort direkt im Aufenthaltsraum der Fahrer zusätzlich ein Download-Terminal installiert. „Jedes Mal, bevor die Mitarbeiter ins Wochenende gehen, stecken sie kurz ihre Karte ins Lesegerät – schon ist die lästige Buchhaltung erledigt", freut er sich. Alles andere macht die Software. Sie sortiert die Datensätze und vermeidet doppelte Buchungen.

Im Kreise seiner Speditionskollegen ist Nickel allerdings noch ein Exot. Während bei ihm alle Daten automatisch übertragen werden, mühen sich viele seiner Mitarbeiter noch mit dem manuellen Download. „Ich kann nicht verstehen, warum man sich das freiwillig antut", sagt der Chef. Doch viele seiner Kollegen, vor allem aus kleineren Betrieben, haben sich mit der digitalen Technologie einfach noch nicht richtig angefreundet: „Da kann man froh sein, wenn sie überhaupt alle Karten haben und an die händischen Downloads denken." 

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