Wien. Seit Anfang Juli müssen alle Schiffe auf der österreichischen Donau mit einem sogenannten RIS-Transponder ausgestattet sein. Über dieses Gerät meldet jedes Schiff seine Position, alle relevanten technischen Daten und den allfälligen Gefahrguttransport. Reinhard Vorderwinkler, Chef obersten Schifffahrtsbehörde, ist mit der Umsetzung dieser Vorschrift sehr zufrieden. Auf rund 400 Schiffen wurde ein Transponder fest installiert. Alle anderen können mobile Leihgeräte in Bratislava und Passau an Bord nehmen oder auch zurückgeben. Mit Hilfe des Donau River Information Services (DoRIS) erhält die Behörde ein aktuelles Verkehrsbild. Auch Schiffsführer profitieren von diesem System. Mit einer Viewer-Software können sie sich ein Bild von der Umgebung ihrer eigenen Position machen. Das bietet vor allem an unübersichtlichen Stellen Vorteile. Außerdem lassen sich Schleusen-Durchfahrten besser koordinieren, was zur Treibstoffeinsparung beiträgt. Im Rahmen des EU-Projektes IRIS Europe unterstützt die österreichische Wasserstraßengesellschaft Via Donau die Einführung von DoRIS in den übrigen Donaustaaten. Dieses Projekt soll bis 2010 abgeschlossen sein. (rv)
DoRIS auf der österreichischen Donau in Vollbetrieb
Seit Anfang Juli müssen alle Schiffe auf der österreichischen Donau mit einem Transponder ausgestattet sein