In den nächsten 20 Jahren muss die Bundesregierung nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DlW) insgesamt rund 253 Milliarden Mark zur Instandhaltung von Bundes-, Wasserstraßen und Schienenwegen ausgeben. Insbesondere am Ende diese Zeitraumes beliefen sich diese Ausgaben mitunter auf 80 bis 90 Prozent der vorgesehenen Gesamtausgaben des Bundes, heißt es im jüngsten DIW-Wochenbericht. Auf Grund der in den 90er Jahren drastisch reduzierten Ausgaben für die Ausbesserung des Straßen- und Schienennetzes müsse der Staat nun vorrangig die Instandhaltung in Angriff nehmen. Die Wissenschaftler begrüßen grundsätzlich die von der Bundesregierung geplante LKW-Maut, kritisieren aber die Verwendung der Einnahmen. Da im Rahmen des Anti-Stauprogramms lediglich 1,5 Milliarden Mark für das Straßennetz vorgesehen seien, fehle eine »wesentliche Legitimation" für das Nutzerentgelt. (vr/jök.)
DlW: 253 Milliarden Mark zur Erneuerung des Straßennetzes nötig
Der Staat muss vorrangig mit der Instandhaltung beginnen