Berlin. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet eine leichte Erholung der Konjunktur zum Jahresende. Mit einem kräftigen Aufschwung sei 2010 aber nicht zu rechnen, sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann am Mittwoch in Berlin. Für dieses Jahr prognostizieren die Berliner Konjunkturexperten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um rund fünf Prozent. Das erwartete Ende der Talfahrt begründete Zimmermann mit den weltweiten Konjunkturprogrammen und den niedrigeren Rohstoffpreisen. Ein drittes Konjunkturpaket lehnt der DIW-Chef ab. Davon wäre „nicht viel zu erwarten“, und es würde die öffentlichen Haushalte noch stärker belasten. Ähnlich äußerte sich DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. Nach seinen Worten beginnen die ersten beiden Konjunkturpakete gerade erst zu wirken. „Deshalb warne ich vor schuldenfinanzierten neuen Ausgabenprogrammen auf Kosten nachfolgender Generationen“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) dem „Handelsblatt“. Wegen der anhaltenden Krise hat die Bundesregierung Top-Manager, Vertreter von Gewerkschaften und Verbänden sowie Wissenschaftler zu einem Spitzentreffen am kommenden Mittwoch ins Kanzleramt eingeladen. Unterdessen ebbt die große Nachfrage nach der Abwrackprämie für ältere Autos ab. „Der große Ansturm ist vorüber“, sagte der Sprecher des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), Volker Anders. Insgesamt hatte das Amt bis Mittwoch mehr als 1,2 Millionen Anträge registriert. Von diesem Donnerstag an will das Bafa den ersten Antragstellern, die die Prämie im Internet beantragt haben, eine Bestätigung ihrer Prämien-Reservierung schicken. (dpa/ak)
DIW rechnet mit Konjunkturbelebung am Jahresende
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet eine leichte Erholung der Konjunktur zum Jahresende. Nachfrage nach der Abwrackprämie für ältere Autos ebbt ab