Zu Beginn des Jahres 2002 werden die beiden Häfen in Düsseldorf und Neuss fusionieren. Den Beschluss fassten die Verantwortlichen aufgrund eines Gutachtens vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik. Vorteile sollen vor allem die gemeinsame Hafenleitung, die Konzentration des Bahnbetriebes in Neuss und der technischen Abteilungen in Düsseldorf und ein gemeinsames Marketing bringen. Rainer Pennekamp, Vorstand der Düsseldorfer Stadtwerke, die den Hafen betreiben, will durch die gemeinsame Leitung und Organisation vor allem Spediteure an die Häfen binden und die Qualität des Angebots sichern. Im Bereich des Werft- und Hafenbetriebs soll eine getrennte Organisation beibehalten werden, um so schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können. Nach der Fusion kommt der Zwillingshafen mit 210 Mitarbeitern und einer Fläche von 520 Hektar auf einen Schiffsgüter-Umschlag von 7,3 Millionen Tonnen. Damit wäre er nach Duisburg und Köln die Nummer drei unter den deutschen Binnenhäfen. Da vor allem in Düsseldorf noch 300.000 Quadratmeter Erweiterungsfläche zur Verfügung stehen, könnten die Häfen weiter expandieren. Hinzu kommt, dass in zwei Jahren in Düsseldorf der Kohleumschlag beendet wird und mit dem Ende des Kohlekraftwerks weitere 150.000 Quadratmeter Zusatzfläche frei werden. Damit stünden ausreichende Flächen für die Container Verkehre zur Verfügung, so der Stadtwerke-Vorstand. (vr/law)
Die Häfen Düsseldorf und Neuss fusionieren
Mit der Hafenehe entsteht der drittgrößte Binnenhafen Deutschlands