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Deutscher Tiefwasserhafen: Alles driftet in Richtung Wilhelmshaven

Anzeichen für Einigung auf politischer Ebene


Datum:
22.02.2001
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In der Frage des Standortes für einen neuen Tiefwasserhafen an der deutschen Nordseeküste scheinen die Würfel gefallen zu sein. Wie die Verkehrsrundschau aus gut unterrichteten Hafenkreisen in Bremen erfuhr, soll das Milliardenprojekt in Wilhelmshaven und nicht, wie von Hamburg favorisiert, in Cuxhaven realisiert werden. "Das driftet klar in diese Richtung", so der Kommentar eines Hafenexperten von der Weser. Wie wiederholt berichtet, war es die Bremer BLG Logistics Group, die sich in den letzten Monaten über ihre Containertochter Eurogate klar für den Standort an der Jade stark gemacht hatte. Sie hatte dies bereits auch im Februar vergangenen Jahres auf einer Veranstaltung in Hannover im Rahmen einer Studie bestätigt. Anderen Quellen zufolge, soll die Einigung über den Standort ganz aktuell auf politischer Ebene erfolgt sein. Konkret geht es um Abmachungen, die zwischen dem niedersächsischen Ministerpräsidenten und den Ersten Bürgermeistern der beiden Hansestädte Hamburg, Ortwin Runde, und Bremen, Henning Scherf (alle SPD), getroffen worden sein sollen. Auf dem - vorläufigen - Höhepunkt des Streits um die Realisisierung des Projektes im November vorigen Jahres wurde zwischen den drei Länder-Chefs vereinbart, den Sachverhalt noch einmal genau zu prüfen. Bis zum 31. März dieses Jahres sollten Experten die zu beiden Hafenstandorten vorliegenden Gutachten noch einmal gründlich prüfen und Empfehlungen für die Entscheidung auf politischer Ebene vorlegen. Bemerkenswert war, dass in den zurückliegenden Tagen in mehreren Interviews in Tageszeitungen die Hafen-Spitzenakteure zum Thema "Tiefwasserhafen" Stellung bezogen hatten. So hatte BLG-Chef Detthold Aden die Entscheidung seines Hauses für Wilhelmshaven als eine Art "Eheversprechen" beschrieben, von dem man bekanntlich nicht so abrücken könne. Wie weiter zu erfahren war, läuft mit dem Standort Wilhelmshaven alles auf die Beteiligung der Hamburger, das heißt der HHLA, an der Beteiligungsgesellschaft des künftigen Containerterminals hinaus. Auf bereits erwähntem Spitzentreffen im November 2000 hatten die drei Länder-Politiker gefordert, ebenfalls über Möglichkeiten der Kooperation zwischen der BLG Logistics Group und der HHLA zu prüfen und diese nach Möglichkeit auch herbeizuführen. (vr/eha)

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