Hamburg. Der deutsche Schiffbau verspürt weiter kräftigen Rückenwind und festigt seine Marktposition als Nummer Vier unter den Welt-Schiffbaustaaten. Dies gab der Branchenverband VSM (Verein für Schiffbau und Meerestechnik) in Hamburg bekannt. Danach konnten die deutschen Werften ihren Auftragsbestand zwischen Januar und Juni weiter ausbauen. Im aktuellen Berichtszeitraum kamen 33 neue Schiffe mit zusammen 0,52 Millionen Gross Tons (GT) und einem Gesamtwert von 2,1 Milliarden Euro hinzu. Im Berichtszeitraum wurden zudem 32 Einheiten mit 0,60 Millionen GT an Kunden aus dem In- und Ausland abgeliefert. Die Summe aller Aufträge ergibt 230 Schiffe mit zusammen 4,3 Millionen GT und einem Wert von 11,8 Milliarden Euro. VSM-Hauptgeschäftsführer Werner Lundt freut sich zwar, dass „der deutsche Schiffbau an der weltweit guten Ordertätigkeit partizipiert". Doch einen Grund, um sich auf dem Polster auszuruhen, sei das nicht. Vielmehr müsse alles getan werden, um sich für den weiteren Wettbewerb zu rüsten. So forciere China den Ausbau seiner Werftkapazitäten. Beim VSM sieht man Probleme durch Überkapazitäten und harten Preiswettbewerb spätestens in dem Moment entstehen, wenn die Nachfrage nach neuen Schiffe „mittelfristig nachlassen" sollte. (eha)
Deutscher Schiffbau: Die Nummer Vier weltweit
Branchenverband VSM fordert Stärkung des Standortes: Deutschland soll sich für globalen Wettbewerb rüsten