Deutscher EU-Vorschlag zu LKW-Spiegeln

29.10.2004 09:29 Uhr

Die EU-Vorschriften über Kfz-Rückspiegel sollen für LKW über 3,5 t früher angewendet und ältere Fahrzeuge nachgerüstet werden – bisher war vorgesehen, sie bis Ende des Jahrzehnts umzusetzen

Verona. Der „tote Winkel“ bei LKW soll weiter reduziert werden. Dazu hat Deutschland auf dem informellen EU-Verkehrsministerrat am 25. und 26. Oktober im italienischen Verona einen Vorschlag eingebracht, den Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Dänemark und die EU-Kommission unterstützen. Danach soll die erst im Februar verabschiedete EU-Richtlinie über Kfz-Rückspiegel nachgebessert werden. Sie muss bis Ende des Jahrzehnts für alle neuen Lastwagen, Busse und PKW umgesetzt werden. Der Vorstoß des Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Ralf Nagel, zielt darauf ab, diese Rechtsvorschriften für LKW ab über 3,5 t früher anzuwenden und ältere Laster nachzurüsten. Nagel stellte klar: „Wir wollen kein spezielles Spiegelmodell definieren, sondern Soll-Sichtbereiche vorschreiben, die erreicht werden müssen.“ Er begrüßte es, dass bereits neue Spiegelsysteme mit geringerem „toten Winkel“ entwickelt wurden. Diese Sichteinschränkung ist an schweren Unfällen schuld, weil Trucker dadurch andere Verkehrsteilnehmer im Nahbereich ihres Fahrzeuges nicht wahrnehmen. (dw)

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