Die deutschen Seehäfen dürfen bei der Höhe der Bahn-Trassenentgelte im europäischen Vergleich nicht weiter benachteiligt werden. Das forderte jetzt der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Peter Dietrich, auf der Mitgliederversammlung seiner Organisation in Bremen. Konkret sprach sich Dietrich für "Ausgleichsmaßnahmen bei der Erhebung von Trassenentgelten im Schienenverkehr" aus. Sie sollten als "Zwischenlösung" gelten, bis die bestehenden Wettbewerbsverzerrungen gegenüber den Niederlanden und Belgien beseitigt seien. Dietrich sprach sich auch dafür aus, die Einführung der streckenbezogenen Straßenmaut in Deutschland mit "Kompensationsmaßnahmen" zu begleiten, um nicht im Wettbewerb zu den Westhäfen benachteiligt zu werden. Das Jahr 2000 werden die deutschen Häfen mit 240 Millionen Tonnen erfolgreich (plus 7 Prozent) abschneiden. Bis 2015 sei mit einem weiteren Güterwachstum zu rechnen, so Dietrich. Wichtig sei, dass die seewärtigen Zufahrten und die Hinterlandanbindungen nachhaltig ausgebaut würden.
Deutsche Seehäfen fordern Harmonisierung der Trassenpreise
ZDS: Wettbewerbsnachteile gegenüber den Niederlanden und Belgien im Hinterlandverkehr müssen ausgeglichen werden