Berlin. Die Deutsche Post (DP) investiert verstärkt in das Versandhandelsgeschäft. Dazu will das Unternehmen bis 2004 deutschlandweit 650 Packstationen installieren. Zudem werden die Paketauslieferer mit Handheld-Terminals ausgestattet, mit denen jederzeit der Sendungsstatus erfragt werden kann und die die Abwicklung erleichtern sollen. "Wir investieren in diesem Bereich weltweit einen zweistelligen Millionenbetrag"; sagte Peter E. Kruse, als Vorstandsmitglied der DP AG für den Bereich Express Europe zuständig, gegenüber der VerkehrsRundschau am Rande des Logistikkongresses in Berlin. Kruse kündigte an, dass die DP auch innerhalb von China ein Expressnetz aufbauen wird. Dazu sei ein Jointventure mit dem größten chinesischen Transportunternehmen, der Sinotrans Ltd., gegründet worden, an dem beide Betriebe zu 50 Prozent beteiligt sind. An Sinotrans hält die Post zudem einen Anteil von 5 Prozent im Gesamtwert von 52,5 Millionen Euro. Auf die neue Konkurrenz durch den Hermes Versand im privaten Paketversand reagierte Kruse gelassen: "Vielleicht wird ein Teil abwandern. Aber erst mal bleibt abzuwarten, welche Qualität Hermes tatsächlich bringen kann." Hermes hatte ebenfalls in Berlin angekündigt, innerhalb von drei Jahren seinen Marktanteil von derzeit drei Prozent auf 15 Prozent auszudehnen. (vr/cd)
Deutsche Post verstärkt Engagement im Versandhandel
Investitionen im zweistelligen Millionenbetrag