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Deutsche Exportwirtschaft im Aufwind

Die Ausfuhren im September stiegen um 3,0 Prozent

Im September kletterte der Wert der in alle Welt gelieferten Waren aus Deutschland auf das höchste Niveau seit fast zwei Jahren


Datum:
08.11.2010
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Wiesbaden. Nach zwei eher mageren Monaten hat die deutsche Exportwirtschaft im September wieder Boden gutgemacht. Die Ausfuhren stiegen auf Monatssicht um 3,0 Prozent und erreichten den höchsten Wert seit Oktober 2008, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Die Einfuhren sanken indes um 1,5 Prozent. Verglichen mit dem September des Krisenjahres 2009 ergaben sich erneut deutliche Zuwächse: Die Exporte legten um 22,5 Prozent zu, die Importe um 18,0 Prozent.

Insgesamt wurden im September Waren im Wert von 86,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 70,1 Milliarden Euro eingeführt. Daraus ergab sich ein Überschuss in der Außenhandelsbilanz von 16,8 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatte der Überschuss 11,5 Milliarden Euro betragen.

Im September erreichten die deutschen Ausfuhren nach den Zahlen der Statistiker erstmals wieder das Vorkrisenniveau. Nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise waren die Exporte von Oktober auf November 2008 um fast 13 Prozent auf 76,1 Milliarden Euro abgestürzt.

In den ersten neun Monaten des Jahres verkaufte die deutsche Exportbranche insgesamt Waren im Wert von 703,2 Milliarden Euro ins Ausland, nach 591,0 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum (plus 19,0 Prozent). Im Boomjahr 2008 war in den ersten neun Monaten noch ein Ausfuhrwert von 752,6 Milliarden Euro erreicht worden.

Der Außenhandelsverband BGA hatte kürzlich für das Gesamtjahr 2010 ein Exportwachstum um 16 Prozent auf 937 Milliarden Euro vorhergesagt. 2011 solle dann das Vorkrisenniveau nicht nur erreicht, sondern überflügelt, und zum ersten Mal in der Geschichte die Exportmarke von einer Billion Euro durchbrochen werden.

Auf Jahressicht zog das Exportgeschäft im September insbesondere in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) sehr stark an. In diese sogenannten Drittländer, zu denen China, Indien und Brasilien gehören, lieferte Deutschland Waren im Wert von 34,8 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 37,7 Prozent zum Vorjahr. Die Importe aus diesen Ländern nahmen gleichzeitig um 18,3 Prozent auf 25,4 Milliarden Euro zu.

Hauptabnehmer der Produkte „Made in Germany" bleiben die Partnerländer in der EU. Dorthin wurden Waren im Wert von 52,1 Milliarden Euro versandt, Waren im Wert von 44,6 Milliarden Euro wurden von dort bezogen. Gegenüber September 2009 stiegen die Lieferungen in die EU-Länder allerdings mit plus 14,1 Prozent nur unterdurchschnittlich, die Eingänge aus der EU legten um 17,8 Prozent zu. (dpa) 

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