Berlin. Die Deutsche Bahn will mit den Gewerkschaften über Kostensenkungen wegen der Wirtschaftsflaute verhandeln. Ein entsprechender Brief sei an die Gewerkschaften Transnet, GDBA und GDL gegangen, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage am Donnerstag in Berlin und bestätigte einen Bericht des „Tagesspiegels“ (Freitag). Im Fokus stehe vor allem eine Aktualisierung der Bestimmungen zur Kurzarbeit, von der bisher 5000 Beschäftigte im Schienengüterverkehr und weitere 200 in der Fahrzeuginstandhaltung betroffen sind. Laut „Tagesspiegel“ will der bundeseigene Konzern auch darüber verhandeln, die für Januar 2010 vereinbarte Einkommensanhebung um zwei Prozent zu verschieben. Die größte Gewerkschaft Transnet reagierte reserviert. Es gebe „keine Bereitschaft, die Wirtschaftskrise als Vorwand zu akzeptieren, vereinbarte Tarifregelungen zu verschlechtern“, sagte ein Sprecher in Berlin. Die Konjunkturkrise macht der Bahn vor allem bei der Fracht massiv zu schaffen. Nach Angaben von Vorstandschef Rüdiger Grube hat der Schienengüterverkehr in diesem Jahr bislang einen Rückgang um 24 Prozent zu verkraften. 35.000 Waggons stehen auf Abstellgleisen. (dpa)
Deutsche Bahn will über Personalkostensenkung reden
Laut Medienbericht will der Staatskonzern über eine Verschiebung der Einkommensanhebung im Schienengüterbereich verhandeln