Die britische Fluggesellschaft EasyJet will vor einer Übernahme der zweitgrößten deutschen Airline Deutsche BA erst den Markt darauf vorbereiten. "Bisher haben wir nur eine Kaufoption, die bis zum 31. März 2003 gilt. Bis dahin müssen wir die Kunden dazu bringen, sich in ihren Gewohnheiten total umzustellen, vor allem auf den ausschließlichen Verkauf der Tickets über das Internet und das Telefon", sagte EasyJet-Gesellschafter Stelios Haji-Ioannou am Mittwoch in München. Die Fluggesellschaft hatte am Vormittag bekannt gegeben, dass sie der deutschen BA-Muttergesellschaft British Airways ein Kaufangebot unterbreitet hatte. Als Kaufpreis sei eine Summe zwischen 30 und 46 Millionen Euro geplant. Die genaue Summe hänge vom Kaufzeitpunkt ab. Die Deutsche BA hatte seit ihr Gründung 1992 Jahr für Jahr Verluste eingeflogen. Über einen Verkauf war bereits seit Monaten spekuliert worden. Die Fluglinie mit Sitz in München beschäftigt rund 860 Mitarbeiter. (vr/dpa)
Deutsche BA soll an EasyJet verkauft werden
Deutsche Airline flog seit Gründung Verluste ein