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Dekarbonisierte Logistik: Elektrischer Kühltransport

Ab sofort fahren die Kühltransporte von Schmitz Cargobull mit E-Motor
© Foto: Schmitz Cargo Bull

Auf der IAA-Fachveranstaltung der Transfrigoroute Deutschland zeigte Schmitz Cargobull einen vollelektrischen Kühlsattelkoffer, der aktuelle seine Praxistauglichkeit unter Beweis stellt.


Datum:
26.09.2022
Autor:
Gerhard Grünig/Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
3 min
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Leise, sauber, nachhaltig – Schmitz Cargobull zeigt auf der IAA Fachveranstaltung der Transfrigoroute Deutschland erste Ergebnisse eines Praxistests mit einem vollelektrischen Kühlsattelkoffer. S.KOe „Cool Smart“ heißt das Fahrzeug im Prototypenstadium, das neben einer elektrischen Transportkältemaschine zusätzlich mit einer Generatorachse ausgestattet ist.

Dekarbonisierung ist notwendig

Die Notwendigkeit nach einem solchen Fahrzeug leitet Schmitz Cargobull aus der europaweit steigenden Zahl von Umweltzonen her, in denen Emissionen und Geräusche so weit wie möglich reduziert werden müssen. Um diese Ziele zu erreichen ersetzt der Hersteller den Verbrenner-Antrieb des Kühlaggregates durch einen E-Motor mit 400 V, der durch das Batteriesystem des Trailers oder übers Stromnetz angetrieben wird. Geladen wird über einen CEE-Stecker an der Kraftstromdose sowie einen integrierten 22 kW-Onboard-Charger. Bei den Akkus setzt Schmitz Cargobull auf Li-Fe-Technik mit 32 kWh Kapazität. Das reicht auch unter Maximallast für rund 4,5 Stunden autarke Laufzeit. Im Temperaturbereich von 2,0 bis 5,0 Grad erhöht sich die autarke Laufzeit sogar bis auf 18 Stunden.

Nachgeladen werden die Batterien über eine E-Achse, konkret die Mittelachse des dreiachsigen Aggregates. Diese lädt im Peak mit 22 kW, sobald der Lkw schneller als 60 Stundenkilometer fährt sowie im Brems- und Rollbetrieb. Nach Angaben von Schmitz Cargobull erhöht sich der Kraftstoffverbrauch eines dieselgetriebenen Euro-6-Zugmaschine um rund einen Liter pro 100 km. Gemessen an der Energiebilanz eines konventionellen Zuges mit Verbrenner getriebenem Kühlaggregat deutlich weniger Verbrauch und damit Schadstoffe – zudem emittiert der Euro-6-Motor weniger Schadstoffe als der Motor eines konventionellen Kühlaggregates.

Alles automatisch

Für den Fahrer bedeutet die Nutzung der elektrischen Kältemaschinen keine Umstellung. Die Bedienung, die Leistungsfähigkeit sowie alle Funktionen der integrierten Telematik entsprechen denen der bekannten Kältemaschine. Als zusätzlich Vorteil neben der Co2-Reduzierung wartet die elektrifizierte Kühlmaschine noch mit geringeren Wartungskosten auf, weil Öl- und Riemenwechsel entfallen und die elektrischen Komponenten wartungsfrei sind. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Flottenerprobung geht der S.KOe Cool Smart demnächst in die Serienproduktion.

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