Stuttgart. Wie bei einem Innovations-Symposium von DaimlerChrysler bekannt wurde, entwickelt der Hersteller bereits eine zweite Generation von SCR-Katalysatoren, mit denen man dann die Euro 5 Norm erfüllen will. Wesentlicher Unterschied zum bisherigen SCR-Kat (Selectiv Catalytic Reduction), der erstmals auf der kommenden IAA in einem Fahrzeug vorgestellt wird, ist ein zusätzlicher Sensor, der den Bedarf des Motors an dem Zusatzstoff AdBlue permanent misst. Somit kann das Ammoniak-ähnliche Additiv effizienter eingesetzt und die Stickoxide NOx weiter reduziert werden.
Durch die höhere Effizienz des Katalysators kann dessen Baugröße auch beim Sprung von Euro 4 gleich bleiben und muss nicht, wie im Falle ohne Ammoniaksensor, um 50 Prozent vergrößert werden. In Bezug auf das aktuelle SCR-System und die dafür notwendige Tankstelleninfrastruktur teilte der Hersteller mit, dass man den Kunden bis zum flächendeckenden Ausbau des AdBlue-Netzes optional größere AdBlue-Tanks anbieten wird. Damit sollen Strecken von 7000 bis 8000 Kilometer ohne Nachtanken von AdBlue zu bewältigen sein. (t&t/jr)