Berlin. DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hat auf der Hauptversammlung in Berlin unter dem Beifall der Aktionäre mehr Gewinn beim Autokonzern in Aussicht gestellt. Heftige Kritik von Kleinaktionären musste sich dagegen der bis 2007 amtierende Aufsichtsratschef Hilmar Kopper anhören, von dem mehrere Kleinaktionäre den sofortigen Rücktritt forderten. Kopper kündigte an, das Verfahren gegen ihn wegen möglicher Insider-Verstöße im Zusammenhang mit der Bekanntgabe des Schrempp-Rücktritts stehe vor dem Ende. Dies habe ihm der ermittelnde Staatsanwalt erklärt. Neu für den Aufsichtsrat kandidierte in Berlin der langjährige DaimlerChrysler-Topmanager Manfred Bischoff. Es wird erwartet, dass er spätestens 2007 Koppers Nachfolge antritt. Der Autokonzern erwartet in diesem Jahr eine verbesserte Ertragslage und will den operativen Gewinn in den Folgejahren kontinuierlich steigern. Zetsche kündigte an, dass der Konzern seine Beteiligung am europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS weiter verringern wolle. Man werde aber mit mindestens 15 Prozent ein wesentlicher Anteilseigner von EADS bleiben. In der vergangenen Woche hatte DaimlerChrysler angekündigt, sich von 7,5 Prozent des bislang 30-Prozent-Aktienpakets zu trennen. Erstmals wurde das Gehalt des DaimlerChrysler-Chefs veröffentlicht. Zetsche erhält 2006 ein Grundgehalt von 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommen bei Erreichen der Unternehmensziele ein hoher Bonus sowie Aktien. Im Jahr 2006 kommt Zetsche damit auf maximal 6,55 Millionen Euro. (dpa/sb)
DaimlerChrysler: Konzernchef Zetsche legt Bezüge offen
Hauptversammlung in Berlin: Autokonzern will Beteiligung an EADS verringern