Stuttgart. Der Autokonzern DaimlerChrysler wird an seiner Beteiligung an dem Nutzfahrzeugebauer Mitsubishi Fuso festhalten. „Mir ist nichts davon bekannt, dass sich daran etwas ändern soll“, sagte eine Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage. Die Stuttgarter wollen nach dpa-Informationen ganz beim angeschlagenen japanischen Autobauer Mitsubishi Motors aussteigen. Offiziell hat DaimlerChrysler bislang nur bekannt gegeben, dass für die milliardenschwere Sanierung des japanischen Autobauers kein frisches Geld zur Verfügung gestellt werden soll. DaimlerChrysler hatte sich kürzlich die Mehrheit an der 2003 aus Mitsubishi ausgegliederten Nutzfahrzeugsparte Fuso gesichert und hält nun 65 Prozent. Wie am Freitag bekannt wurde, will der koreanische Autokonzern Hyundai in der kommenden Woche alle Kooperationsverträge mit DaimlerChrysler kündigen. Drei Vorstandsmitglieder hätten dies bestätigt, berichtete die „Automobilzeitung“. Betroffen seien das Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Nutzfahrzeugen und die jährliche Lieferung von 50.000 LKW-Motoren an Hyundai. DaimlerChrysler-Finanzchef Manfred Gentz hatte am Freitag in einer Telefonkonferenz noch gesagt, alle Kooperationen mit Hyundai liefen weiter. Allerdings sei die strategische Notwendigkeit des Nutzfahrzeug-Joint-Venture mit Hyundai heute nicht mehr so gegeben wie 2001, als man zusammenging. Durch die Übernahme von Mitsubishi- Fuso habe sich die Situation geändert. Der „Automobilwoche“ zufolge ist Hyundai-Chef Park Hwang-Ho zudem weiter stark verärgert über die China-Pläne von Mercedes-Benz. Hyundai beharrt auf seiner Position, dass der chinesische Partner Beijing Automotive Industry Company (BAIC) für 30 Jahre exklusiv an Hyundai gebunden sei. Wenn sich die Koreaner durchsetzen, kann Mercedes-Benz keine Automobilproduktion in China mit BAIC starten. (dpa)
DaimlerChryler: Ausstieg bei Mitsubishi – aber nicht bei Nutzfahrzeugen
Hyundai kündigt Beendigung der Kooperation mit DaimlerChrysler an wegen Meinungsverschiedenheiten im Chinageschäft