Daimler senkt Prognose

24.07.2008 08:35 Uhr
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Nicht nur die gestiegenen Rohstoffpreise machen den Stuttgartern zu schaffen (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Nach einem erneuten deutlichen Ergebnisrückgang im zweiten Quartal verwarf der Autobauer seine Gewinnziele für 2008

Stuttgart. Der Motor des erfolgsverwöhnten Autobauers Daimler gerät ins Stottern. Nach einem erneuten deutlichen Ergebnisrückgang im zweiten Quartal verwarf der Autobauer seine Gewinnziele für 2008 und schraubte die Prognose deutlich nach unten. Neben dem anhaltend starken Gegenwind aus den USA und kräftig gestiegener Rohstoffkosten machte Konzern-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag auch die fortwährenden Belastungen durch die Beteiligung an Chrysler für die Talfahrt verantwortlich. Der Premium-Hersteller wird nach Worten von Zetsche seine Jahresziele weit verfehlen. Als Prognose gab der Manager nun ein operatives Ergebnis von mehr als 7,0 Milliarden Euro aus. Der Wert liegt damit deutlich unter dem EBIT des Vorjahres von 8,7 Milliarden Euro, in dem auch die Mittel aus dem Verkauf der EADS-Anteile enthalten sind. Als Ziel für das laufende Jahr hatten die Stuttgarter ursprünglich eine deutlich Steigerung des operativen Ergebnisses angesetzt, das bei 7,7 Milliarden Euro im Vorjahr lag. Im zweiten Quartal war bei dem Premium-Hersteller das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,13 Milliarden im Vorjahr auf 2,05 Milliarden Euro gesunken. Der Gewinn verringerte sich von 1,8 auf 1,4 Milliarden Euro. Mit 373 Millionen Euro hätten dabei die Chrysler-Belastungen negativ zu Buche geschlagen, erklärte Zetsche. Beim Umsatz legte Daimler im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 25,4 Milliarden Euro zu. Der Gesamtabsatz kletterte um zehn Prozent auf 556.500 Fahrzeuge. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Jahresvergleich von 271.486 auf 275.000, in Deutschland von 166.581 auf 168.342 Mitarbeiter. Die Stuttgarter waren bereits holprig und mit Bremsspuren ins Jahr gestartet: Ergebnis und Gewinn gaben im ersten Quartal deutlich nach. Als einen Grund hatte der Autobauer den Sondereffekt von 1,56 Milliarden Euro aus dem Verkauf der EADS-Anteile aus dem Vorjahr angeführt. Beim Konzernabsatz erwartet Vorstandschef Zetsche derweil weiter eine Steigerung (2007: 2,1 Millionen Fahrzeuge): Daimler will sowohl bei PKW als auch bei Nutzfahrzeugen den Vorjahresabsatz übertreffen und bei Bussen an den Vorjahreswert anknüpfen. Beim Umsatz wird weiter von einem leichten Anstieg (2007: 99,4 Milliarden) ausgegangen. Auch an den mittelfristigen Renditezielen will der Vorstandschef trotz der Gewinnwarnung nicht rütteln und auch an dem Aktienrückkaufprogramm festhalten. (dpa)

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