Daimler-Chrysler muss seine Gewinnerwartungen in diesem und im nächsten Jahr noch einmal nach unten korrigieren. Grund dafür ist die desolate Lage der amerikanischen Chrysler Group und der Tiefstand der Daimler-Chrysler-Aktie. "Die Ergebnisse der Chrysler Group werden unter der zuletzt bekannt gegebenen Prognose liegen und damit natürlich auch einen Einfluss auf das Ertragsniveau des Konzerns haben", teilte Das Unternehmen am Freitag nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung in Stuttgart mit. Das Gremium bestätigte die Ablösung des Chrysler-Chefs James Holden, der vom bisherigen Nutzfahrzeugchef Dieter Zetsche (47) ersetzt wird. Nachfolger von Zetsche als Nutzfahrzeugvorstand wird Eckhard Cordes (49), bisher im Vorstand für Konzernentwicklung zuständig. Sein Posten wird nicht wieder besetzt, so dass der Daimler-Chrysler-Vorstand künftig nur noch elf Mitglieder haben wird. Neu geschaffen wird bei Chrysler die Funktion eines stellvertretenden Vorstandsmitglieds, das sich vor allem um das operative Geschäft kümmern soll. Diese Position übernimmt Wolfgang Bernhard (40), bisher Chef der Konzern-Tuning-Schmiede AMG und zuvor verantwortlich für die Einführung der erfolgreichen S-Klasse von Mercedes-Benz. Zetsche hatte es in der Vergangenheit geschafft, das in den USA noch härter als der Pkw-Verkauf umkämpfte Nutzfahrzeuggeschäft wieder zu stabilisieren. (dpa)
Daimler-Chrysler: Mit verändertem Vorstand gegen die Chrysler-Krise
Troubleshooter Zetsche soll Chrysler wieder auf Vordermann bringen – Cordes neuer Nutzfahrzeugchef