Cosco Group erwirtschaftet Gewinn

03.02.2015 15:04 Uhr
Rotterdam
Cosco will in den nächsten Jahren in zahlreiche neue Schiffe investieren
© Foto: HbR/Freek van Arkel

Nach drei verlustreichen Jahren geht es für die chinesische Reederei wieder aufwärts.

Peking. Die Reederei China Ocean Shipping Group (Cosco) ist laut ihrem Vorstandsvorsitzenden Ma Zehua nach drei verlustreichen Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt, berichtet Schednet. Das staatlich kontrollierten Konglomerat, das unter anderem die China Cosco Holdings Ltd besitzt, erwirtschaftete einen Gewinn von 5,04 Milliarden Remimbi Yuan (722 Millionen Euro) im letzten Jahr. Die Betriebserträge stiegen gemäß Xinhua um zwei Prozent. Das Verhältnis von Vermögenswerten zu Zahlungsverpflichtungen fiel um 4,4 Prozentpunkte auf 55,4 Prozent am Ende von 2014. Das Unternehmen zielt nun auf eine Rentabilität zwischen vier und 5,5 Prozent ab, die bis 2020 erreicht werden soll.

Mit einer neuen Anleihe in Höhe von 1,75 Milliarden US-Dollar (1,55 Milliarden Euro) der Export-Import Bank of China sollen 53 Schiffsneubauten gekauft werden. Darunter sind Öltanker, Containerschiffe und Trockenschüttgutschiffe, die die hundert recycelten Schiffe aus den letzten zwei Jahren ersetzen sollen. Coscos vorläufiger Nettogewinn für 2014 stieg um 491,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 27,7 Millionen Euro.

Erweiterung des Containerterminals in Piräus

Die Reederei hat zudem die Erweiterung der dritten Phase seines Containerterminals in Piräus gestartet. In 2014 wuchs der Containerumschlag um 18,5 Prozent auf fast drei Millionen TEU, berichtet das Newark's Journal of Commerce. Damit lag das Terminal unter den zehn größten Terminals in Europa. Die neu gewälte Regierung unter Alexis Tsipras will nun allerdings Privatisierungs­maßnahmen in Griechenland zügeln. Daher hat die Regierung die begonnene Privatisierung des größten Hafens des Landes in Piräus gestoppt und auch den entsprechenden Kooperationsvertrag mit China suspendiert, berichtet die CRI Online (China Radio International). „Der griechische Vizeminister für Schifffahrt Thodoris Dritsas kündigte an, der Piräus-Vertrag mit dem chinesischen Schifffahrtkonzern COSCO müsse neu verhandelt werden, um die Interessen Griechenlands zu schützen. Auch der Verkauf von Aktienanteilen des zweitgrößten griechischen Hafens Thessaloniki an die Eisenbahnfirmen Trainose und ROSCO liegt auf Eis.“

Im Rahmen des Expansionsprojektes sollte der griechische Hafen in ein Haupttor auf der „neuen Seidenstraße“ zwischen Asien und Europa entwickelt werden. Im November hatte Cosco noch eine Vereinbarung mit der Hafenverwaltung von Piräus unterschrieben, 230 Millionen Euro in eine neuerliche Erweiterung des Containerterminals zu investieren. Weiterhin sollte ein viertes Terminal entstehen, um die Kapazität auf sechs Millionen TEU zu erweitern. Cosco Pacific unterzeichnete in 2009 eine Konzession für den Betrieb zweier Containerterminals in Piräus über 35 Jahre. (rup)

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