Karlstein/München. Vom insolventen Logistikdienstleister ComBase aus Unterfranken wechseln etwa 250 Mitarbeiter zur Bertelsmann-Tochter Arvato. 130 weitere Beschäftigte hätten ihre Kündigung erhalten, teilte der Insolvenzverwalter der ComBase-Gruppe, Tobias Hoefer, am heutigen Mittwoch in München mit. Zugleich eröffnete das Amtsgericht Aschaffenburg für ComBase mit Sitz in Karlstein am Main (Landkreis Aschaffenburg) das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit. ComBase hatte Ende März Insolvenzantrag gestellt. Die Gruppe mit bisher gut 800 Beschäftigten bietet nach eigenen Angaben weltweit Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Service und Kundenbetreuung für elektronische Produkte an. „Mit Arvato Services haben wir einen Partner gefunden, der eine langfristige Perspektive und eine neue Heimat für die Mitarbeiter bietet“, sagte der Insolvenzverwalter laut Mitteilung zum Verkauf der ComBase-Logistiksparte. Details über den mit Arvato ausgehandelten Vertrag wurden nicht bekanntgegeben. Der Dienstleistungskonzern Arvato gehört zu Europas größtem Medienbetrieb Bertelsmann (Gütersloh). Den Angaben zufolge ist es derzeit schwierig, für den ComBase-Geschäftsbereich Reparaturservice einen Investor zu finden. Hoefer will den Bereich zunächst mit etwa 420 Mitarbeitern fortführen. 130 Beschäftigte wurden indes entlassen. Die Unternehmenstöchter in der Schweiz und der Ukraine sollen weitergeführt werden. Die österreichische Tochtergesellschaft hatte Mitte März Konkursantrag vor dem Handelsgericht Wien gestellt. (dpa/sv)
ComBase: 130 Kündigungen – Arvato kauft Logistiksparte
Vom insolventen Logistikdienstleister ComBase aus Unterfranken wechseln etwa 250 Mitarbeiter zur Bertelsmann-Tochter Arvato