Cemat 2005: Chinas großer Auftritt

14.10.2005 09:12 Uhr

Chinesische Intralogistik-Experten stellen auf der Cemat 2005 mit beeindruckenden Zahlen die aktuellen Trends ihres Heimatmarktes vor.

Hannover. Dass die chinesische Wirtschaft boomt und das Reich der Mitte weltweit als der Zukunftsmarkt schlechthin gehandelt wird, ist bekannt. Doch wie sieht es eigentlich mit Chinas Intralogistik aus? Auch hier stehen alle Zeichen auf Wachstum. Davon konnten sich gestern die Besucher der Diskussionsveranstaltung „China – The market of the future?“ im Rahmen des Campus Intralogistik überzeugen. Zwei Intralogistik-Experten aus China tischten Zahlen auf, über die man auch in Deutschland staunen darf. Xijun Zhang, Vorstandsmitglied des chinesischen Branchenverbandes Material Handling Council of China (MHCC), unterstrich in seinem in klarem Deutsch gehaltenen Vortrag die rasante Entwicklung des Intralogistik-Marktes in China. Von 2006 bis 2010 rechnet Zhang mit jährlichen Zuwachsraten von jeweils zehn Prozent. 20 Milliarden US-Dollar soll das Volumen dann ausmachen. 70 Prozent soll mit Produkten aus dem eigenen Land abgedeckt und 30 Prozent importiert werden. Das wäre doch ein großes Stück vom Intralogistik-Kuchen für die internationalen Anbieter in China, meint Zhang. Der chinesische Branchenexperte setzt eindeutig auf eine starke einheimische Intralogistik-Industrie, die rund 244.000 Mitarbeiter beschäftigt. Auch hier sprechen die Zahlen für sich. Die 830 Unternehmen der Branche werden laut Liqun Xiao, Generalsekretär des MHCC, im Jahr 2005 ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel steigern. Gleichwohl betont Xiao, wie wichtig das Engagement ausländischer Intralogistik-Anbieter im eigenen Land ist. Eine besondere Bedeutung kommt dabei deutschen Unternehmen zu. Nach den Ausführungen von Heinz-Helmut Kempkes, Präsident der Fédération Européenne de la Manutention (FEM), ist China immerhin das viertgrößte Exportland für die deutsche Intralogistik-Branche. Zu den Intralogistik-Unternehmen aus Deutschland, die bereits Erfahrungen im Reich der Mitte gemacht haben, zählt beispielsweise ThyssenKrupp. Für sein Unternehmen sei China „immer noch ein bedeutender Markt“, sagt Jürgen Steurer, bei ThyssenKrupp Area Sales Manager für China. Klar ist: China ist wichtig, aber keine einfache Herausforderung für die deutsche Intralogistik-Branche.

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