Darin erklären die Unternehmen, dass sie die geschäftlichen Möglichkeiten für die Entwicklung und Nutzung von Leichter-als-Luft-Systemen untersuchen wollen. Dabei gehe es sowohl um Anwendungen in der zivilen als auch in der militärischen Luftfahrt. Dazu könnte beispielsweise die Entwicklung eines Stratosphären-Luftschiffes für den zivilen und militärischen Einsatz gehören. Letzteres ist ein Novum im Geschäftsmodell von Cargolifter. "Damit haben wir eine tragfähigere Basis, um zu entscheiden, ob eine langfristige Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse ist", sagt George Muellner, President von Phantom Works, der zentralen Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Boeing-Konzerns. Das Papier ist also weder eine beschlossene Zusammenarbeit der beiden Unternehmen noch eine Beteiligung der Amerikaner an den mit Liquiditätsproblemen kämpfenden Deutschen. Ob und wann da je Geld fließt ist noch völlig offen. Wenn freilich aus den Absichten Verträge werden, dann ist das der große Coup für Cargolifter. Derzeit versucht Cargolifter mit einer Wandelanleihe knapp 50 Millionen Euro in die Kasse zu bekommen. Diese sollen die Zeit bis zur nächsten Kapitalerhöhung im Sommer überbrücken. Bis zur Fertigstellung des ersten Luftschiffs Typ CL 160 benötigt das Unternehmen noch rund 420 Millionen Euro. Die Vereinbarung wurde von Muellner und von Carl von Gablenz, Vorstandsvorsitzender von Cargolifter, unterzeichnet.
Cargolifters Hoffnung heißt Boeing
Das was der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing und der deutsche Luftschiffbauer Cargolifter da unter schrieben haben, ist eine Absichtserklärung (Letter of Intent) nicht mehr und nicht weniger.