Der Luftschiffbauer CargoLifter hat am Mittwoch verzweifelt versucht, den endgültigen Absturz zu vermeiden. Nach dem Eingeständnis der Zahlungsunfähigkeit hat das Projekt kaum noch Chancen, einer Insolvenz zu entgehen. Trotzdem versucht das Unternehmen weiterhin, Geld von Banken oder potenziellen Investoren zu bekommen. Die 500 Beschäftigten erhalten vorerst kein Gehalt mehr. Das Unternehmen hatte sich am Dienstagabend für zahlungsunfähig erklärt. Damit bleiben noch drei Wochen Zeit, um Geld aufzutreiben. In dieser Zeit kann CargoLifter die Zahlung seiner Verbindlichkeiten aussetzen. Nach Ablauf der Frist wäre dann ein Insolvenzantrag unvermeidlich. Insbesondere fehlt CargoLifter eine Bank, die bei einer bestehenden staatlichen Bürgschaft über 35 Millionen Euro das Rest-Risiko übernimmt. Brandenburgs Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) zeigte sich trotz der schlechten Nachrichten optimistisch, den Standort des Luftschiffbauers halten zu können. "Es lohnt sich, für diese Technologie zu kämpfen", sagte er in Potsdam. (vr/dpa)
CargoLifter wehrt sich gegen Absturz
Luftschiffbauer sucht nach Zahlungsunfähigkeit potenzielle Investoren