Aber der insolvente Luftschiffbauer Cargolifter entschied sich trotz der Unwetterwarnungen dafür seinen Transportballon in den Verankerungen vor der Halle zu lassen. Seit März 2002 sei er in einem Dauer-Feldversuch auf dem Werftgelände verankert und habe bereits Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern ohne Beschädigung überstanden. Die Wettervorhersagen für den fraglichen Abend hätten innerhalb der berechneten Belastungsparameter gelegen. Die Gewitterfront indes hielt sich nicht an den Wetterbericht und erreichte, nach Angaben von Cargolifter, Windgeschwindigkeiten von über 150 Stundenkilometern. Das habe die Belastungsgrenze überschritten. Cargolifter wäre nicht Cargolifter, wenn das Unternehmen dem Vorfall nicht doch etwas positives abringen könnte: Die während des Unfalls gesammelten Meßdaten ermöglichen eine Analyse potenzieller Schwachstellen, heißt es aus dem Unternehmen. Zurzeit diskutieren Luftfahrtexperten in der Werfthalle über die technische Machbarkeit der Cargolifter-Projekte.
Cargolifter vom Sturm zerzaust
Durch das schwere Unwetter über der Region Berlin-Brandenburg am Abend des 10. Juli wurde die Hülle des einzigen Prototypen des Transportballons CL 75 Aircrane zerstört. Die Werfthalle, die ihn hätte schützen können, wurde nicht beschädigt, teilt das Unternehmen mit.