Cap Gemini Ernst & Young: Kein Geschäft mit IT-Outsourcing

22.02.2002 07:15 Uhr

Die im vergangenen Jahr stark gesunkenen IT-Ausgaben der Unternehmen haben tiefe Spuren in der Bilanz des französischen IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens Cap Gemini Ernst & Young hinterlassen.

Das Unternehmen konnte im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern Electronic Data Systems (EDS) und IBM nicht vom Trend zum IT-Outsourcing profitieren. Zwar stieg der Umsatz von 6,9 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 8,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2001 an, der Gewinn hingegen ist deutlich eingeknickt. Das operative Ergebnis viel von 703 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 423 Millionen Euro im vergangenen Jahr, das Konzernergebnis sank im gleichen Zeitraum von 431 Millionen Euro auf 152 Millionen Euro. Für die notwendig gewordenen Restrukturierungsmaßnahmen hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 181 Millionen Euro aufgewandt. Durch die Maßnahmen seien operative Kosten gesenkt worden und der Personalbestand reduziert. Damit sieht sich das Unternehmen für einen kommenden Aufschwung gut positioniert. Dennoch werde der Umsatz im ersten Quartal 2002 deutlich unter dem des entsprechenden Vorjahresquartals und unter dem des vierten Quartal 2001 liegen. Grund sei der geringe Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2001. Daher rechnet der Vorstand nicht mit einem Turnaround vor der zweiten Jahreshälfte 2002.

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