MÜNCHEN. Bei bundesweiten Lkw-Kontrollen in der Nacht zum Freitag hat die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt. Viele Fahrzeuge wiesen teilweise gravierende Mängel auf. In Niedersachsen wurde jeder dritte von 3118 kontrollierten Lkw beanstandet. Außerdem stellten die Beamten 1380 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung fest. 267 Fahrer waren zu schnell unterwegs. „Die nehmen die Verstöße bewusst in Kauf, obwohl alles auf dem Fahrtenschreiber notiert wird“, sagte ein Sprecher. 626 Mal waren die Lenk- und Ruhezeiten überschritten. Drei Fahrer waren angetrunken. Auch in Sachsen-Anhalt wurden bei jedem dritten Lkw-Fahrer Verstöße festgestellt. 164 Fahrzeuge fuhren zu schnell, jeder zweite Fahrer war zu lange am Steuer. Insgesamt wurden 1626 Lkw und 19 Reisebusse kontrolliert. In Rheinland-Pfalz wurde fast jedes zweite Fahrzeug beanstandet. 250 Mal wurden die Fahrer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erwischt. Genauso oft stellte die Polizei Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten fest. In 150 Fällen lagen technische Mängel vor. In 62 Fällen musste die Weiterfahrt untersagt werden. In Thüringen wurden bei 454 kontrollierten Lkw und Bussen 50 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. 88 Mal waren die Lkw zu schnell oder hatten technische Mängel. Ein Laster musste stillgelegt werden. Bei zehn Fahrzeugen war die Ladung mangelhaft gesichert. In Berlin wurden 309 Lkw und Busse überprüft. Dabei wurden 108 Fahrzeuge und Fahrer beanstandet. Einem Bus und sechs Lastwagen wurde die Weiterfahrt untersagt. 29 Fahrer durften nicht weiter fahren, weil sie die Ruhezeiten nicht eingehalten hatten. (vr/dpa)
Bundesweite Lkw-Kontrollen: Zahlreiche schwere Mängel festgestellt
Jedes dritte Fahrzeug wurde beanstandet