"Grenzenlos – Die Geschichte der Internationalen Spedition Schenker & Co von 1931-1991" – unter diesem Titel ist soeben der zweite Band der Schenker-Geschichte erschienen. Das Werk schließt an den 1995 veröffentlichten Band "Das Haus Schenker" (ISBN 3706401525) an, der die Geschichte der Person, der Familie von Gottfried Schenker und des Unternehmens von 1872-1931 dokumentiert.
Das Buch stellt auf über 500 Seiten, illustriert mit über 200 Bildern, den weiteren Werdegang von Schenker vor. Vom Ende des Familienunternehmens über die in der Weltwirtschaftskrise 1931 erfolgte Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn bis hin zur Privatisierung 1989/91 und die Übernahme durch die Stinnes AG, Mülheim an der Ruhr. Schenker sei heute ein global ausgerichtetes Unternehmen, in dem aber ein "deutsches Herz" schlage, schreiben die Wiener Autoren und Wirtschaftswissenschaftler Professor Herbert Matis und Professor Dieter Stiefel.
Dementsprechend sei die politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in Deutschland stets maßgebend für die Entwicklung von Schenker gewesen. Zwar habe das Unternehmen im Krieg, durch Zerstörung und Besatzungszeit gelitten, das Wirtschaftswunder und die Exporterfolge der deutschen Wirtschaft seien aber die Basis für die weltweite Expansion des Unternehmens gewesen. Die deutsche Herkunft zeige sich am Umgang mit den Kunden, am Führungsverhalten, an der Organisationsstruktur, bei der Einführung technischer Neuerungen und in der Unternehmenskultur.
Ein tolles Buch für alle an Geschichte interessierte Logistiker. Unsere Wertung: "Top-Lektüre zum Thema Geschichte der Logistik". Das Buch ist in deutscher (ISBN 3-8323-0895-4) und englischer Sprache (3-8323-0896-29) für 29,90 Euro im Fachhandel erhältlich.