Im Grunde haben wir es schon alle immer gewusst: Während der Normalbürger jeden Tag hart für seine Firma arbeitet um voranzukommen, sitzen die Bankmanager in ihren gläsernen Büros, jonglieren willkürlich mit Zahlen und verabreden sich für 15 Uhr zum Golf spielen. Das Geld der Kunden dient dabei nur als Verschiebemasse um selbst abzukassieren. Der Journalist René Zeyer bietet mit „Bank, Banker, Banrott“ einen satirischen Einblick in den Alltag der Finanz- und Anlageberater. Vor dem Hintergrund der aufkeimenden Finanzkrise schildert Zeyer in 88 Episoden die Eitelkeiten der Branche. Mit bangem Blick auf ihre Provisionen haben die Banker den Bezug zur Realität längst verloren und sorgen sich im Augenblick des freien Falls mehr um die Marke ihres Designeranzugs, als um die Nöte ihrer Kunden. Dieses Buch entstand als die Krise in ihrem vollen Ausmaß noch nicht auszumachen war. Dennoch beruhen die Charaktere auf dem wahren Leben der Finanzindustrie. Eine amüsantes Kabinett der Skrupellosigkeit über die Gangster hinter dem Bankschalter. (sb) René Zeyer, Bank, Banker, Bankrott. Storys aus der Welt der Abzocker. Orell Füssli Verlag, Zürich 2009, 191 Seiten, 19,90 Euro, gebunden, ISBN 978-3-280-05341-6
Buch der Woche: Bank, Banker, Bankrott
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