Brunsbüttel macht sich für Flüssiggas stark

14.07.2014 10:21 Uhr
LNG-Tanker
Bisher landen die LNG-Tanker in Rotterdam und Zeebrügge
© Foto: Picture Alliance/A/Koji Sasahara

Der Elbhafen will in Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Versorgung mit Flüssiggas einnehmen.

Hamburg. Der Hafen Brunsbüttel will die geplante Tankstelle für Flüssiggas (LNG) für die Schifffahrt auch zu einem LNG-Terminal ausbauen. Frank Schnabel, Geschäftsführer des Hafens sieht diesen Schritt als folgerichtig an. „Angesichts der Ukraine-Krise und der damit verbundenen unsicheren Pipeline-Gasversorgung bietet die Entwicklung von LNG am Standort Brunsbüttel eine Chance für die Region mit bundesweiter Bedeutung“, sagte Schnabel der dpa. Ein solches Terminal mit Lagerkapazitäten bis zu 500 000 Kubikmetern Flüssiggas würde nach seinen Angaben Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro erfordern. Er wolle für Unterstützung auf Bundesebene werben.

Bisher gelangt das Flüssiggas vor allem über Rotterdam und Zeebrügge nach Europa. Neben Brunsbüttel zeigt auch Hamburg Interesse an einer Versorgungsstation, ab Mitte nächsten Jahres soll LNG dort verfügbar sein. Mit Beginn des kommenden Jahres gelten für die Schifffahrt in Nord- und Ostsee strengere Umweltauflagen. LNG ist neben Filtertechnik für schwerölbetriebene Schiffe und der Verwendung von schwefelarmem Schiffsdiesel ein von drei Möglichkeiten für das Einhalten der Umweltauflagen. (dpa/kitz)

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