Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) will nach hohen Verlusten Ende vergangenen Jahres weitere Stellen abbauen. "Es wird einen weiteren Verlust von Arbeitsplätzen geben", kündigte BA-Chef Rod Eddington bei der Vorlage von Quartalszahlen diese Woche an. Im Quartal bis Ende Dezember 2001 machte die BA einen Vorsteuerverlust von 160 Millionen Pfund (259 Millionen Euro). Das Minus war geringer als von Analysten erwartet. Für das gesamte Geschäftsjahr wird allerdings weiterhin ein Verlust von 600 Millionen Pfund erwartet, die ersten roten Jahreszahlen seit der Privatisierung 1987. BA mit weltweit 55.000 Beschäftigten hatte bereits in den vergangenen Monaten den Abbau von 7000 Stellen angekündigt. Zu Spekulationen, wonach über die nächsten fünf Jahre weitere 10.000 Stellen gestrichen werden könnten, äußerte Eddington sich nicht. Eddington erklärte den Quartalsverlust mit "massiven Folgen" der Terroranschläge vom 11. September und der andauernden Konjunkturschwäche. Im Vorquartal war noch ein dünner Gewinn von fünf Millionen Pfund erwirtschaftet worden. Kommende Woche will BA eine neue Geschäftsstrategie mit weiteren Einsparungen im Kurzstreckenbereich vorlegen. Ziel sei, direkter als bisher mit den erfolgreichen Billigfluglinien Ryanair und EasyJet in Konkurrenz zu treten, die zunehmend Kunden in der Business-Sparte gewinnen. Auch das Scheitern der Bemühungen um ein Luftverkehrsabkommen zwischen Großbritannien und den USA mache eine Überholung der Geschäftsstrategie notwendig. (vr/dpa)
British Airways will Stellen abbauen
Gründe sind die andauernde Konjunkturschwäche und die Terroranschläge vom 11. September