Frankfurt/Main. Die meisten deutschen Autobahn-Raststätten werden von britischen Investoren übernommen. Das Beteiligungsunternehmen Terra Firma habe den Zuschlag für die Betreibergesellschaft Tank & Rast erhalten, teilten die bisherigen Haupteigentümer am Mittwochabend mit. Die Pläne für einen Börsengang (wir berichteten) würden damit eingestellt. Ein Kaufpreis wurde auf Anfrage nicht genannt, könnte aber Medienberichten zufolge bei mehr als einer Milliarde Euro liegen.
Tank & Rast betreibt ein Netz von 338 Tankstellen (mit Tankshops) und 381 Raststätten (einschließlich 51 Hotels) im Rahmen eines Franchise-ähnlichen Systems. Das entspricht rund 90 Prozent aller deutschen Autobahn-Raststätten. Das frühere Staatsunternehmen war 1998 privatisiert worden. Bisherige Eigentümer sind Lufthansa (30,6 Prozent), Apax Fonds und die Allianz-Tochter Capital Partners. Das Unternehmen hatte in den ersten neun Monaten 2004 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 97,8 Millionen Euro erzielt (2003: 97,4). Der Jahresüberschuss betrug (per September 2004) 11,1 Millionen Euro (3,6 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 156,9 Millionen Euro. (dpa)