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Brenner-Basistunnel: Streit könnte Eröffnung weiter verzögern

Ausbauarbeiten in einer der Hauptröhren im Brenner-Basistunnel im Juni 2019 in Innsbruck 
© Foto: Johann Groder/EXPA/picturedesk.com/dpa/picture alliance

Die Errichtergesellschaft BBT SE wirft der vom Baukonzern Porr angeführten Arbeitsgemeinschaft Verzögerungen vor und droht sogar mit Vertragsauflösung.


Datum:
22.10.2020
Autor:
Stephanie Noll
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Innsbruck. Ein Streit zwischen der Errichtergesellschaft des Brenner-Basistunnels BBT SE und einem vom Porr-Konzern angeführten Konsortium könnte zu einer Verzögerung der Eröffnung des Mega-Projekts führen. Laut einem Bericht der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ geht es um einen 966 Millionen Euro teuren Teilauftrag für das Projekt.

Unter Berufung auf Insider könnte dadurch der zuletzt angepeilte Fertigstellungstermin 2030 ins Wanken geraten. Die Arge (Porr und zwei italienische Baukonzerne) baut das 37 Kilometer lange Herzstück des Haupttunnels. Baustart war im Spätherbst 2018, die Bauzeit wurde mit 74 Monaten veranschlagt. Gestritten wird gemäß dem Zeitungsbericht um falsch konstruierte Außenringe des Tunnelschachts. Porr sagt, dass die technischen Anforderungen dafür schon bei der Ausschreibung falsch projektiert worden seien.

Die BBT wirft der Arbeitsgemeinschaft rund um Porr eine „Leistungsverzögerung und Leistungsverweigerung“ vor. Am Donnerstag trifft sich der BBT-Aufsichtsrat. Dort soll der BBT-Vorstand die Auflösung des Vertrages mit der Arge H51 Pfons-Brenner vorschlagen. Porr-Chef Karl-Heinz Strauss hat sich laut „Kurier“ schriftlich an den BBT-Aufsichtsrat gewandt, in dem auch Vertreter des Verkehrsministeriums und der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sitzen. Er hält die angedrohte Vertragsauflösung für einen „schwerwiegenden Schritt, der durch nichts gerechtfertigt“ sei. (ms)

 

 

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