Das Land Bremen will seine Containerterminals (CT) in Bremerhaven bis zum Jahr 2007 in einem Stück bis zur Landesgrenze Niedersachsen ausdehnen. Entgegen den bisherigen Planungen solle der neue CT IV sofort vier Schiffsliegeplätze bekommen, sagte Bremens Wirtschaftssenator Josef Hattig (CDU) am Dienstag. Ursprünglich wollte Bremen zunächst nur zwei Liegeplätze realisieren. Durch die Neuplanung könnten die Baukosten um 25 Millionen Euro auf 480 Millionen Euro (938 Millionen Mark) gesenkt werden. Mit den Ausbauplänen soll die Umschlagskapazität in Bremerhaven von zur Zeit rund drei Millionen Standardcontainern (TEU) auf 5,7 Millionen TEU erhöht werden. Damit werde der Umschlag an der Weser im Jahr 2015 an seine Kapazitätsgrenzen stoßen, sagte Hattig. Gutachter hatten zuvor ausgerechnet, dass sich der Containerverkehr in Bremerhaven künftig um 4,3 Prozent pro Jahr erhöht. Zwischen 1998 und 2000 war der Boxenumschlag an der Weser um 50 Prozent auf 2,7 Millionen TEU gewachsen. Mit dem durchgehenden Ausbau des Containerterminals anstelle der abschnittsweisen Erweiterung will Hattig nach eigenen Worten auch die Genehmigungswege für das Projekt verkürzen. Widerstand gegen das Vorhaben gibt es vor allem aus dem Bremerhavener Stadtteil Weddewarden, der unmittelbar an das geplante Terminalgelände angrenzt. (vr/dpa)
Bremen will Bremerhavener Hafen bis zur Landesgrenze ausbauen
Neues Containerterminal CT IV soll sofort vier Schiffsliegeplätze bekommen