Bremens Hafen- und Wirtschaftssenator Josef Hattig hat davor gewarnt, die Diskussion um den richtigen Standort für einen künftigen deutschen Tiefwasserhafen in die Länge zu ziehen. Nachdem nun die Gutachten vorlägen und die Regierungschefs der drei betroffenen Küstenländer Niedersachsen, Hamburg und Bremen vereinbart hatten, in Arbeitsgruppen strittige Detailfragen zu den vorliegenden Expertisen bis zum 31. März 2001 zu klären, will Hattig diesen Termin als fest verbindliche Entscheidungsgröße verstanden wissen. "Bis dahin sollte die Frage des Standortes beantwortet sein", sagte Hattig am Montag in Bremen. Hattig zufolge sei 2000 das Spitzenjahr für die Hafen-Gruppe Bremen/Bremerhaven. 44,7 Millionen gingen über die Kaikanten nach 36,0 Millionen Tonnen 1999 (plus 24 Prozent). Hattig plädierte für den zügigen Ausbau der Umschlagkapazitäten in Bremerhaven sowie für eine erneute Fahrrinnenanpassung der Außenweser. Detthold Aden, Vorstandsvorsitzender der BLG Logistics Group (BLG), kündigte für 2000 einen Gewinn von 25 Millionen Mark an. Die BLG sieht er bestens gerüstet. Sollte man auch in Antwerpen Fuß fassen können, würde das eine völlig Dimension im europäischen Hafenwettbewerb einläuten. (vr/eha)
Bremen fordert Tiefwasserhafen-Standort-Entscheidung bis Frühjahr 2001
BLG im Jahr 2000 voraussichtlich mit Gewinn von 25 Millionen Mark