Potsdam. Trotz großer Anstrengungen der Landesregierung zur Entlastung der Straßen vom Lkw-Verkehr ist der Gütertransport auf der Schiene und dem Wasser weiterhin rückläufig. Nur noch 17 Prozent der Waren in Brandenburg würden inzwischen per Bahn befördert, antwortete Verkehrsminister Hartmut Meyer (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage. Auf dem Wasser seien es sogar nur noch vier Prozent. Mit Blick auf die Verkehrsströme, die vor allem durch die EU-Osterweiterung in 2004 weiter wachsen, müsse eine Trendwende erfolgen, betonte Meyer. Schwerpunkt der Politik für die Landesregierung bleibe deshalb die Verlagerung von Teilen des Straßengüterverkehrs auf die umweltfreundlichen Träger Bahn und Binnenschifffahrt. Zur Forcierung eines kombinierten Verkehrs habe sie bereits in den 90er Jahren den Aufbau von vier Güterverkehrszentren gefördert. Diese seien aber bisher zu gering ausgelastet. (vr/dpa)
Brandenburg: Kaum noch Gütertransport per Bahn und Schiff
Brandenburgs Verkehrsminister fordert Trendwende