Brandenburgs Landesregierung will nach Angaben von Verkehrsminister Hartmut Meyer (SPD) den Neubau und die Modernisierung der Binnenhäfen weiter forcieren. Es werde angestrebt, den Gütertransport auf den Straßen zu Gunsten der Wasserwege zu verringern, antwortete Meyer auf eine parlamentarische Anfrage. Die acht vorhandenen oder geplanten Häfen würden so ausgebaut, dass hier moderne Motorschiffe anlegen könnten. Die "Abladetiefe" liege zwischen 1,60 und 2,20 Metern. Von 1996 bis Ende 2000 wurden laut Meyer über 100 Millionen Mark an Fördergeldern für die Häfen ausgegeben. Inzwischen seien die Binnenhäfen Brandenburg an der Havel und Eberswalde seit dem Jahr 2000 in Betrieb. Eisenhüttenstadt befinde sich in der Phase der Vorplanung, während in Frankfurt (Oder) der Baubeginn für Ende des zweiten Quartals im laufenden Jahr vorgesehen sei. Der Schwedter Hafen befinde sich im Bau und soll im kommenden Herbst in Betrieb gehen. Für Königs Wusterhausen ist die Erweiterung des Nordhafens in der Planung; in Wustermark stehe gegenwärtig die so genannte Ausführungsplanung an. Mit drei Millionen Tonnen im Jahr soll der Binnenhafen Königs Wusterhausen nach der Fertigstellung die größte Umschlagskapazität haben. Für Schwedt werden es einmal 750.000, in Brandenburg 700.000 Tonnen jährlich sein. (vr/dpa)
Brandenburg bringt Binnenhäfen auf modernsten Stand
Güter sollen vermehrt auf Wasserstraßen transportiert werden