Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) will erreichen, dass die Verkehrsinfrastruktur künftig weitgehend durch Nutzergebühren finanziert wird. Nach seinen Vorstellungen von der Bahnreform sollten die Einnahmen aus der Trassennutzung auf jeden Fall für die Refinanzierung der Verkehrsinfrastruktur verwendet werden, sagte er am Freitag im ARD-Morgenmagazin. Er verwies auf das britische Beispiel, wo das nicht geschehen sei und das Schienennetz nun in keinem guten Zustand sei. Der Bund werde auf jeden Fall Eigentümer des Netzes bleiben, weil es einen öffentlichen Verkehrsinfrastrukturauftrag gebe. In der jüngsten Diskussion über die Bahnreform sei aus seiner Sicht ein Durchbruch erzielt worden, sagte Bodewig. Auch die Bahn habe erstmalig anerkannt, dass das Netz unabhängig organisiert werden müsse. Insgesamt sollen nach Bodewigs Angaben drei verschiedene Modelle für ein unabhängiges Schienennetz geprüft werden. Eine von ihm eingesetzte Arbeitsgruppe zur Prüfung der Modelle nimmt am 20. März ihre Arbeit auf. (vr/dpa)
Bodewig will Trassenentgelte in Verkehrsinfrastruktur reinvestieren
Minister sieht Einsicht bei der Bahn in notwendige Netzungabhängigkeit