Minusrekorde in Serie kennzeichnen die Konjunkturanalyse des BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V.) für das erste Quartal 2002. Einen Höhenflug vermeldet der Verband bei der Kostenentwicklung. 83 Prozent der befragten Betriebe machten gestiegene Treibstoffkosten zu schaffen (Vorquartal: 55), 31 Prozent (30 Prozent) mussten höhere Personalkosten verkraften, 66 Prozent (45 Prozent) gestiegene Fahrzeugkosten. Nur 23 Prozent der Befragten haben in Fahrzeuge investiert. Anfang 1999 waren es noch 49 Prozent. Jedes zweite befragte Unternehmen musste Umsatzrückgänge hinnehmen (11 Prozent). Laut BGL der zweite Minusrekord in Folge. Auch bei den Betriebsergebnissen meldet der Verband einen Minusrekord: 62 Prozent (50 Prozent) der befragten Unternehmen klagten über ein schlechtes Betriebsergebnis, nur 3 Prozent nannten es "gut". Einen weiteren Minusrekord gab es bei der Fahrzeugauslastung. Sinkende Fahrzeugauslastung meldeten 43 Prozent (37 Prozent) der Firmen, nur 8 Prozent konnten die Auslastung erhöhen. Auch bei den Fahrerarbeitsplätzen sieht es nicht gut aus. 24 Prozent (17 Prozent) der befragten Betriebe haben Fahrpersonal abgebaut, nur 6 Prozent stellten zusätzliche Fahrer ein. (vr/jk)
BGL-Konjunkturanalyse: Minusbilanz im Straßengüterverkehr
Steigende Kosten und sinkende Umsätze machen den Betrieben zu schaffen