Scharf kritisiert haben die belgischen Lkw-Verbände Febetra und SAV auf ihren Neujahrsempfängen in Brüssel die geplante deutsche Maut. Sie sei, so Febetra-Präsident Fred Evers, bis zu zwanzig Mal höher als die heutige Eurovignetten-Gebühr. Er vermute, dass die überhöhte Abgabe die Straße verteuern und die Schiene bevorteilen soll. Evers ist überzeugt, dass die Bahn den flexibleren Laster nie ersetzen kann. Deshalb sieht er die Absicht für den neuen Wegezoll in der Auffüllung der Staatskasse. SAV-Vorsitzender Gustaaf De Laet wehrte sich gegen doppeltes Abkassieren. Heute zahlten belgische Lkw-Unternehmen zu Hause und in Deutschland nur ein Mal für die Eurovignette. Nach Verwirklichung der Berlin-Pläne müssten sie in Belgien weiterhin die Euro-Maut und auf deutschen Autobahnen die zusätzliche Gebühr berappen. Diese Doppelbelastung müsse verhindert werden. (vr/dw)
Belgiens Gewerbe gegen Doppel-Maut
Belgiens Transporteure müssen für Eurovignette und deutsche Lkw-Maut zahlen