Brüssel. Belgiens Staatssekretär für Mobilität, Etienne Schouppe, will sich für die EU-weite Ausrüstung neuer Lastwagen mit automatischen Wegfahrsperren für alkoholisierte Trucker einsetzen. Er hoffe, dass die so genannten Alcolocks ab 2010 zum Einsatz kommen, sagte er der flämischen Tageszeitung „Het Niewusblad“. Wünschenswert sei auch ein von 120 Kilometer pro Stunde auf 110 Kilometer pro Stunde reduziertes Höchsttempo bei regennassen Autobahnen. Damit will Schouppe dazu beitragen, die Zahl der jährlich über tausend Todesopfer auf belgischen Straßen zu senken. Das Land wird nach einer Studie des Europäischen Verkehrssicherheitsrats ETSC das EU-Ziel einer Halbierung der Zahl der Verkehrstoten zwischen 2001 und 2010 erst 2015 erreichen. Der föderale Automobilverband Touring begrüßte die Pläne für die 110-Stundenkilometer-Regelung. Um aber dem Beispiel Frankreichs konsequent zu folgen, sollte seiner Ansicht nach das Autobahn-Tempolimit bei trockenem Wetter auf 130 Kilometer pro Stunde erhöht werden. Schouppe forderte von den Regionen Flandern, Wallonie und Brüssel steuerliche Anreize zum Einbau von Rußfiltern in Dieselfahrzeuge. Zuvor hatte er angekündigt, das seit Jahresbeginn geltende LKW-Überholverbot auf zweispurigen Autobahnen überprüfen zu lassen. (dw)
Belgien befürwortet LKW-Wegfahrsperren
Regierung fordert europaweite Pflicht für den Einsatz von Alcolocks