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Befürchtete Staus an Grenzen zu Tschechien bleiben aus

Am Grenzübergang Lanzhot zwischen Tschechien und der Slowakei bildete sich eine Lkw-Schlange von rund 2,5 Kilometern – prognostiziert waren rund 12 Kilometer
© Foto: Bernd Lauter/imageBROKER/picture-alliance

Zur Einführung des neuen Lkw-Mautsystems in Tschechien sind lange Staus erwartet worden. Laut Mautbetreiber verfügen rund 140.000 Lkw und Reisebusse noch nicht über die neuen Systeme.


Datum:
02.12.2019
Autor:
John Aukenthaler
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Prag. Nach der Einführung eines neuen satellitengestützten Lkw-Mautsystems in Tschechien sind die befürchteten Staus an den Grenzen zu den Nachbarstaaten ausgeblieben. Die Lkw-Fahrer würden sich verantwortungsbewusst verhalten und den Verkehr vor den Registrierungsstellen nicht unnötig aufhalten, sagte ein Sprecher des Mautbetreibers Czechtoll am Montag. Doch die Situation könne sich relativ schnell ändern.

Am Übergang Waidhaus-Rozvadov von Deutschland nach Tschechien waren die Verkaufsstellen für die neuen Bordgeräte demnach komplett ausgelastet, es standen aber ausreichend Lkw-Stellplätze bereit. Am Grenzübergang Lanzhot (Landshut) zwischen Tschechien und der Slowakei bildete sich eine Lkw-Schlange von rund 2,5 Kilometern Länge. Modellberechnungen hatten rund zwölf Kilometer prognostiziert.

Viele Fahrzeuge noch ohne neue Geräte unterwegs

Auch am Montag waren laut Mautbetreiber rund 140.000 Lkw und Reisebusse noch nicht für das neue satellitengestützte System registriert. „Die große Unbekannte ist, wann sie nach Tschechien fahren werden“, sagte der Czechtoll-Sprecher.

Die neue Lkw-Maut war am Sonntag in Betrieb gegangen und ersetzt das alte Mikrowellensystem. Der bisherige Betreiber, die österreichische Firma Kapsch, klagt gegen die Neuvergabe vor Gericht.

Wer ohne das neue Bordgerät unterwegs ist, dem droht ein Bußgeld von umgerechnet knapp 4000 Euro. Die Lkw-Maut gilt für alle Fahrzeuge mit einem Zulassungsgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Ab Jahresanfang 2020 wird sie auf rund 900 Kilometer Landstraße ausgeweitet. Für Pkw-Fahrer ändert sich nichts. Sie nutzen weiter die Klebevignette. (dpa/ja)

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