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Beck sieht Standort Hahn nicht bedroht

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck kritisiert die Luftverkehrsabgabe
© Foto: ddp

Der Ministerpräsident erwartet, dass das Luftfrachtgeschäft die Verluste durch die Strecken-Streichungen von Ryanair ausgleichen kann


Datum:
29.10.2010
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Fuzhou. Nach Überzeugung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) sind die Strecken-Streichungen von Ryanair keine Gefahr für den Hunsrück-Airport Hahn. "Sie sind ein Verlust für den Flughafen und bedeuten auch Beeinträchtigungen des Umsatzes in der Region, insgesamt ist es aber keine den Standort bedrohende Situation", sagte Beck der Nachrichtenagentur dpa am Freitag während seiner China-Reise in Fuzhou. Er sei optimistisch, dass das Personal am Flughafen gehalten werden kann.

Der Hunsrück-Airport ist das deutsche Drehkreuz der irischen Billigfluglinie Ryanair. Diese will im kommenden Jahr fast 30 Prozent ihrer Flüge vom Hahn aus streichen - als Reaktion auf die neue Ticketsteuer. Der Bundestag hatte am Donnerstag das Sparpaket der Bundesregierung verabschiedet, zu der auch die Abgabe von bis zu 45 Euro pro Flugschein zählt. Zur Zukunft des Flughafens Hahn meinte Beck: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass es im Bereich Fracht deutliche Wachstumsraten gibt." Schließlich sei der Airport speziell für den Cargo-Bereich etwa durch die Nachtflugregeln attraktiv.

Zugleich bekräftigte Beck seine Kritik an der Luftverkehrsabgabe. "Sie ist ein kapitaler Fehler, weil sie nicht europaweit geschaffen wird." Es sei absehbar, dass beispielsweise Fluggesellschaften in Nachbarländer abwandern. Das Wirtschaftsministerium in Mainz hat eine Klage gegen die neue Abgabe angekündigt. Die Entscheidung von Ryanair kann Beck verstehen, schließlich gehe es um haarscharfe Kalkulationen: "Dann jemandem so etwas ausreden zu wollen, hätte keinen Sinn." (dpa)

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