Regelmäßige "Runde Tische" von Polizei und Lkw-Fahrern an Bayerns Autobahnraststätten sollen zu mehr Verkehrssicherheit im Freistaat beitragen. Innenminister Günther Beckstein (CSU) gab am Samstag zusammen mit dem Landesverband Bayerischer Transportunternehmen (LBT) und der Kraftfahrergewerkschaft CGB an der Raststätte Geiselwind an der Autobahn A 3 den Startschuss für die Aktion. Bei den Treffen sollen Lkw-Fahrer, Polizeibeamte sowie Vertreter von Unternehmern und Gewerkschaft an den Raststätten zusammenkommen. Gesprochen werden soll unter anderem über Tempo, Übermüdung, Ladungssicherheit und Sozialvorschriften sein. "Die Tatsache, dass der Lkw-Anteil an den Verkehrsunfällen mit Personenschaden in den letzten beiden Jahren deutlich angestiegen ist, bereitet mir Sorge", sagte Beckstein zum Auftakt der Aktion. In 58 Prozent der Unfälle mit Beteiligung eines Lastwagens sei der LkwFahrer der Hauptverursacher gewesen. Die Transportunternehmer versprechen sich von den Runden Tischen auch eine Verbesserung des Images von Lastwagenfahrern und Branche. "Die anderen Autofahrer könnten davon profitieren, dass Lkw-Fahrer künftig Elefanten-Rennen mit langdauernden Überholvorgängen unterlassen, dass sie Abstände beachten und Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten", sagte der Hauptgeschäftsführer des LBT, Sebastian Lechner. Die Aktion ist Teil einer bereits im vergangenen Jahr vereinbarten Sicherheitspartnerschaft und soll nach der Sommerpause an den verschiedenen Raststätten beginnen. (vr/dpa)
Bayern: Runder Tisch von Lkw-Fahrern und Polizei
Gespräche über Tempo, Übermüdung, Ladungssicherheit und Sozialvorschriften